2. Inhalte und Ziele der Stiftung
Worum geht es uns, wenn wir solch eine Stiftung mit geeintem Willen errichten? Damit Sie, geschätzter Leser und geschätzte Leserin sich ein konkretes Bild machen können, zitieren wir aus der Satzung unserer Stiftung:
Präambel
Die Würde des Menschen zu achten und das geistige und leibliche Wohl zu fördern, sind verfassungsrechtliche Grundwerte des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaats Bayern. Den Stiftern ist bewusst, dass die für das Auge nicht sichtbaren Bereiche der Seele, der Seelenkräfte und des Geistes – als der in uns wirkenden (göttlichen) Natur – wieder nachhaltig in die Überzeugung der Menschen gerufen und in ihrem Empfinden verankert werden müssen. Menschsein im Sinne der verfassungsrechtlichen Grundwerte wird umso mehr gelingen, wenn Logos und Ethos, (Geist und Vernunft), wie sie insbesondere in der Lehre der Logotherapie und Existenzanalyse von Dr. med. et Dr. phil. Viktor Frankl (1905 – 1997) aufgezeigt sind, höchste Priorität haben.
Inhaltliche Konkretisierung der Ziele
Die Stiftung soll das über 20jährige Wirken des gemeinnützigen Süddeutschen Instituts für Logotherapie fördern und erweitern. Für Einzelne und für Gruppen werden Wege der Ausbildung und Fortbildung nach den Grundkonzepten der Logotherapie und Existenzanalyse von Universitätsprofessor Dr. med. et Dr. phil. Viktor Frankl aufgezeigt und angeboten. Da Viktor Frankl in seiner Person den Arztphilosophen verkörperte und bemüht war, Medizinisches/ Psychotherapeutisches/ Psychiatrisches mit dem Philosophischen und Pädagogischen/ Spirituellen zu vereinen, ist für die Stiftung von großer Bedeutung, in diesem „Geiste und Sinn“, gemäß dem Menschenbild von Viktor Frankl zu wirken, und das heißt: Synthesen anzustreben, ohne sich vor Fragmenthaftigkeiten zu fürchten.
Andererseits auch Folgerungen für die Weiterführung im Sinne der Aufklärung und die Zielsetzungen und Ergebnisse aus der Arbeit von Dr. Pfeiff einzubeziehen. Über den uns – von unserer Natur vorgegebenen – Schöpfungssinn zu sprechen, ihn zu suchen, zu erkennen und die Ergebnisse und Konsequenzen daraus zu behandeln und zu verbreiten. Lebenslinien der Entwicklung daraus zu erkennen, Lebensstufen zu erfahren. Vielleicht dann auch aus unserem Innersten heraus in der Schöpfung unserer Natur – die in uns wirkt – Ansätze, Spuren und sogar Zeichen und Bewusstheiten des Wirkens und Wollens Gottes in uns versuchen zu erkennen und zu finden. Auch zur Verwertung der sich aus der Arbeit „Lebensstufen“ (2006) von Dr. Pfeiff und der in Thesen zusammengefassten Einsichten und Erkenntnissen – als vorläufige Ergebnisse – beizutragen. Zur Förderung des menschlichen Reifeprozesses in unserem Gehirn („Kopf“). Und zur Harmonie von Bauch, Herz und Kopf zu finden. Diese Ausrichtung der Stiftung umfasst sowohl die Erziehungs-, Ehe- und Lebensberatung, die Therapie, die Schulung und Ausbildung nach bewährten logotherapeutischen Grundsätzen, sowie die Unterstützung der logotherapeutischen und existenzanalytischen Forschung im Hinblick auf ihre Durchsetzung in breiteren Kreisen der Gesellschaft: – im Gesundheitswesen, in politi-schen und kirchlichen, schulischen, pädagogischen und erzieherischen sowie wirtschaftlichen Gremien/Institutionen, im Bereich der Therapie wie in den Bereichen Beratung, Erziehung und Bildung bzw. Persönlichkeitsentwicklung. Wichtig ist dabei, die Inhalte so zu präsentieren (zu formulieren), dass auch der „einfache Mensch von der Straße“ (sie) verstehen kann. Das schließt nicht aus, dass bestimmte innovative oder weiterführende Projekte (Bücher, Schulungen, Kongresse, Forschungsprojekte von Doktoranden, Übersetzungen usw.) das notwendige und allgemein akzeptierte wissenschaftliche Niveau anstreben.
Die Stiftung beabsichtigt, kleinere oder größere Projekte (primär im europäischen Raum und im Wirtschaftraum der EU, die zunehmend zu einer Wertegemeinschaft werden soll) zu initiieren und zu fördern. Die Förderungen und Unterstützungen der Stiftung können einzelnen Personen, kleinen Gruppen oder einer Institution zugute kommen und zielen im weiten und besten Sinn des Wortes auf sinn- und wertorientierte Persönlichkeitsbildung und Persönlichkeitsentwicklung ab. Das kann bedeuten, dass die Stiftung:
• in den Bereichen Therapie, Beratung, Bildung und Erziehung (auch natürlich sozialpolitische Bildung nach ethischen Grundsätzen mitgemeint),
• oder im Bereich der (nicht nur zweck-, sondern) sinn- und werteorientierten Wirtschaft,
• oder im Bereich der Veröffentlichung von sehr wichtigen Büchern (auch zweisprachig),
• oder auf dem Gebiet der Verbindung zwischen ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten,
kurz- oder mittelfristig (das bedeutet ca. 1 bis 3 Jahre) sorgfältig abgewogene Maßnahmen unterstützt und Projekte, Schulungen, Seminare, einzelne Personen oder eine Institution fördert. Dabei sollte man gewissenhaft abwägen, welchen Projekten, Seminaren, Maßnahmen usw. Priorität eingeräumt wird, und, dass auch finanziell nicht vermögende (junge, aber auch ältere) Menschen, die nach sinn- und wertorientierter Persönlichkeitsentwicklung streben, von der Stiftung gefördert werden sollten.
Es ist ausdrückliche Absicht der Stiftungsgründer, dass das Gedankengut der von Dr. med. et Dr. phil. Viktor Frankl (1905 – 1997) begründeten und entsprechend weiterentwickelten Logotherapie und Existenzanalyse, das tragende „ideelle Fundament“ der Stiftung bleiben soll. Bei der Konzipierung, Planung, Gestaltung und Durchführung der einzelnen Projekte wird auch die Wertphilosophie von Max Scheler (1874 – 1928) berücksichtigt. Dasselbe gilt auch für die Impulse und geistigen Leitlinien des Werkes des in Bayern geborenen deutschen Kunstmalers und Lebenslehrers Joseph Anton Schneiderfranken (1876 – 1943).
Das bedeutet in concreto, dass die Stiftung das Menschsein fundiert sieht im ewigen „Transzendenz des Göttlichen“ und es als „Ich – Du – Wir“ in der Offenheit auf die Transzendenz hin betrachtet. Diese geistig fundierte Sicht des Menschen als ein Wesen ausgestattet mit einem ursprünglichen „Willen zum Sinn“ und „Willen zu einem letzten Sinn“ (Frankl), impliziert für die Stiftung bezüglich der praktischen Förderung von Projekten, dass Freiheit und Verantwortung, Gewissen und Wertorientierung, Frieden in Familien, eine Kultur der liebevollen Beziehungen im Kontext des Ich – Du – Wir, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit in der sozialen Handlung, Respekt vor der unbedingten Würde der „geistigen Person“ (Frankl), der sinn- und respektvolle Dialog zwischen den Generationen (der ganz alten, alten, jüngeren und jüngsten Generation) sowie „die eigentliche Liebe“ (Frankl) elementare Leitlinien und anthropologische Grunddaten sind und bleiben.
Mit der Errichtung der Stiftung soll eine Institution geschaffen werden, die dauerhaft die vorgenannten Ziele entweder selbst oder durch Förderung anderer Institutionen und Einrichtungen wahrnimmt.